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15. Tokyo Marathon am 05.03.2023

Tokyo Marathon 2023 - Finisher Medaille Tokyo Marathon 2023 - Finisher Medaille
Tokyo Marathon 2023 - Finisher Medaille six Star Tokyo Marathon 2023 - Finisher Medaille six Star

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Nachdem ich für den Tokio Marathon 2020 endlich einen Startplatz zugelost bekam, wurde dieser wegen Corona leider abgesagt. Die nicht unerheblichen Startgebühren gab es dann zwar nicht zurück, aber viel wichtiger, es gab eine Startplatzgarantie für eine zukünftige Austragung. 2023 war es dann endlich soweit.
Do., 02.03. Da ein Bahnticket zu teuer, bzw. zu unflexibel gewesen wäre, mache ich mich um 10:00 Uhr mit dem Auto auf den Weg zum Flughafen Düsseldorf. Abflug um 15:05 Uhr nach Doha. Ankunft um 23:00 Uhr Ortszeit (+2 Std.).
Fr., 03.03. Mit ein wenig Verspätung geht es um 2:20 Uhr weiter nach Tokyo Narita. Nach 9 1/2 Stunden Flug, Ankunft gegen 18:00 Uhr (+6 Std.). Da ich vorher schon meinen Impfnachweis auf die Webseite "Visit Japan" hochgeladen und die Einreisedaten und üblichen Zolleinangaben dort eingetragen hatte, geht es bei der Einreise ein wenig schneller. Nach 45 Minuten bin ich mit den Formalitäten durch, kaufe mir für 1300¥ (9€) ein Busticket an einem Schalter im Flughafen und fahre um 19:05 Uhr mit dem Bus nach "Tokyo Station". Dann noch 2 Kilometer Fußweg und ich habe mein Hotel im Stadtteil Kanda erreicht.
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Sa., 04.03. Zunächst geht es zum Messegelände zur Startnummernabholung. Dort muss man zunächst anstehen, um in der sog. "GLOBAL SAFETY" App, die zwingend installiert werden musste, überprüfen zu lassen, ob man in den letzten Tagen auch brav seine Körpertemperatur eingetragen hat. Wenn die Körpertemperatur unauffällig war und wenn man ein Bild von sich hochgeladen hatte und wenn die nochmals gerade gemessene Temperatur unauffällig war, sollte, nach dem Scan eines QR-Codes, der App-Status auf grün springen, sodass man zur Startnummernabholung hätte gehen können. Mein App-Status springt nicht auf Grün. Au weia, was ist nun schon wieder los, zum Henker? Ich muss zum App-Trouble-Desk. Schnell wird dort festgestellt, dass ich erst ab dem 27. und nicht schon am 26.02. eine Temperatur in die döselige App eingetragen hatte. Kurzerhand wird das nachgetragen und alles ist wieder gut. Das kann man sich eigentlich nicht ausdenken. Wenigstens muss mich nicht wieder neu hinten anstellen, sondern kann direkt zur Bib-Ausgabe durchgehen. Dann noch kurz im Schnelldurchgang an den Verkaufsständen vorbei, bevor ich mir einen Burger leiste.
Jetzt geht es zunächst zum "Tokyo Skytree", bevor noch einige weitere Sehenswürdigkeiten weggemacht und viel zu viele Kilometer rumgelatscht werden.
So., 05.03. Logo 6:00 Uhr aufstehen. Nach einem kleinen Frühstück fahre ich mit der "Shinjuku Line" in knapp 20 Minuten zur Station Shinjuku. Dort stehen schon einige Helfer herum, welche einem den richtigen Weg weisen. Nach einigen hundert Metern bin ich am Eingangsbereich "Gate 2" angekommen, der u.a. für meinen Startblock D vorgesehen ist. Zunächst muss man dort wieder mit der GLOBAL SAFETY App einen QR-Code scannen. Damit soll wohl überprüft werden, ob man denn auch heute Morgen die Temperatur eingetragen hat, ob sie unauffällig war und vor allen Dingen, ob man an zwei aufeinander folgenden Tagen das Ergebnis der Schnelltests eingetragen hat, die man bei der Startnummernabholung bekommen hat. (Wer zum Teufel würde aber denn hier einen positiven Test eintragen?? Das ist doch vollkommen sinnfrei, mit einem positiven Test zur Einlasskontrolle zu gehen, um dann nicht durchgelassen zu werden!) Zum Scannen muss man aber die App öffnen, wozu man aber online sein muss. Leider habe ich aber kein Netz! Wieder zum Troubledesk?? Dann gibt es doch noch ein verfügbares Netzwerk. Mit dem Scan springt die App endlich auf grün und ich kann die erste Kontrolle passieren. Natürlich wird nochmal Fieber gemessen und die Taschen werden gescannt, sofern man eine hat. Ich habe keine und kann mich nun endlich auf den Weg in meinen Startblock machen. Es ist ca. 7 Grad, etwas kalt, aber es ist auszuhalten. Leider geht es aber erst in einer guten halben Stunde los. Für die Hände habe ich mir zwei alte Socken mitgenommen, was eine gute Idee war.


Um 9:10 Uhr erfolgt der Start. Wie zu erwarten, ist es sehr voll auf Strecke. Irgendwann werde ich von einem mexikanischen Kollegen überholt. Er fragt mich, ob ich letztes Jahr in Berlin oder Rom gelaufen bin. Ihm kam mein Bayern Shirt bekannt vor. Es war Rom. Wir reden ein wenig und verabreden uns lose für nächstes Jahr bei irgendeinem anderen Lauf in der Welt.
Obwohl ich mich diesbezüglich eigentlich gut vorbereitet hatte, würde ich nun doch gerne ab Kilometer 10 eine kurze Pinkelpause einlegen. Leider sind die Möglichkeiten dazu ein wenig beschränkt. Ich habe eigentlich keine Lust oder Zeit, zusätzlich 100 oder 200 Meter bis zur nächsten Metrostation mit Toiletten oder zu den aufgestellten Dixis zu laufen, um dann dort 5 Minuten anzustehen. Ich hadere einige Kilometer bis ich dann endlich die Möglichkeit sehe, in ein kleines Hotel am Streckenrand zu verschwinden um dort das Gästeklo zu benutzen. Das war schlau von mir und hat gut geklappt. Nun kann ich mich wieder auf das Wesentliche konzentrieren.
Ich muss heute unter 4 Stunden bleiben, damit meine sub-4-Stunden Serie bei den "World Marathon Majors" erhalten bleibt. Nach Berlin 2004 in 3:34, Boston 2006 in 3:20, Chicago 2006 in 3:08, New York 2007 in 3:19 und London 2008 in 3:11, wäre alles andere ziemlich blöd. Zur Halbzeit habe ich genau 2 1/2 Minuten Vorsprung. Das ist nicht viel, könnte aber gut reichen, wenn ich nicht mehr rumtrödele oder einbreche. Ich nehme mir vor, mich noch mehr auf das Laufen zu konzentrieren und z.B. weniger Fotos zu machen. Das gelingt in der Folge nur teilweise, da es immer mal wieder Motive gibt, die man als Erinnerung wegfotografieren muss.

Es gibt einige Wendepunktstreckenabschnitte, auf denen einem Läufer entgegen kommen. Das fand ich schon immer gut und motivierend, vor allen Dingen, wenn man auf dem Rückweg der Wendepunktstrecke ist und man die Leutchen sieht, die hinter einem sind. Auch hier in Tokyo werde ich ab und an, aufgrund meines Bayern-Shirts, angefeuert. Das ist wie immer ganz witzig. Wie in Bahrain wird auch hier in Tokyo wieder "Pocari Sweet" ausgegeben. Sehr lecker und bekömmlich, und neben dem Aldi Iso-Getränk in den blauen Flaschen, meine Lieblings-Marathonnahrung.
Die 5-Kilometer Abschnitte kann ich gleichmäßig in meiner Sollzeit von um die 28 Minuten abspulen und ich bin mir bald recht sicher, dass es zwar nicht mehr zu einem negativen Split, dafür aber mit den sub-4-Stunden klappt. Dann der schöne letzte Kilometer durch eine etwas engere Straße und das Ziel in der Nähe des Zentralbahnhofs. 3:57:52 Stunden. Mal wieder fast eine Punktlandung.

Leider gibt es die Medaille nicht sofort, sondern erst ein paar Meter später. Nicht schlimm. Zunächst werden wieder Masken für den Zielbereich verteilt. Kaum einen interessiert das. Dann bekommt man die Medaille, einen Verpflegungsbeutel, eine Tokyo-Marathon Alu-Wärmefolie und noch einen schönen Stoffumhang. Die, die hier ihren sogenannten 6. Stern bei der WMM-Serie erlaufen haben, müssen sich dann noch einmal kurz anstellen, um auch die schöne "Abbott World Marathon Majors" 6-Star-Medaille zu erhalten.

Da es zum Herumstehen zu kalt ist und es eigentlich auch nicht mehr viel zu tun gibt, mache ich mich dann bald auf den Weg in die nächste U-Bahn Station und fahre die eine Station bis zu meinem Hotel. Dann ein wenig herumchillen und am Nachmittag geht es wieder los ins "Dorf" auf ein, zwei, drei Bier.

Mo., 06.03. Nach ein paar Sehenswürdigkeiten und viel Latscherei (Tokyo Tower, Zojoji Temple, Hibya Park, Chiyoda, Edo Castle) geht es um 18:00 Uhr mit dem JR-Bus zurück zum Flughafen Tokyo-Narita (1300¥, 70 Min.). Abflug um 21:45 Uhr, 10 Minuten früher als geplant.
Di., 07.03. Zwischenlandung in Doha, nach 11 Stunden Flug, um 3:45 Uhr (-6 Std.). Weiter nach Düsseldorf gegen 9:00 Uhr (planmäßig 8:20 Uhr). Ankunft in Düsseldorf, nach 6,5 Stunden Flug, um 13:30 Uhr (-2 Std.). Dann schnell das Auto abholen und gegen 16:00 Uhr bin ich zurück in Osnabrück.
 



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last update: 12.03.2023